Die Tomate – Tipps + Tricks

Weltweit gibt es mehr als 3.100 Sorten und mindestens noch einmal so viele Züchtersorten. Alexandra Widmann gibt wertvolle Tipps zu Anbau und Pflege.

Die Tomate – Tipps + Tricks

Fruchtform

  • rund und glatt (Normale Tomate)

  • flachrund und glatt (meistens Fleischtomate)

  • oval oder pflaumenförmig (Dattel- und Eiertomate, meistens im Cocktail-bereich)

  • birnenförmig (Kirschtomate)

  • länglich (Flaschentomate, z. B. San- Marzano-Tomate und Andenhorn)

Inhaltsstoffe

Hauptbestandteil der Tomate ist Wasser (etwa 95 Prozent), außerdem enthält sie Vitamin A, B1, B2, C, E, sowie Mineralstoffe, besonders Kalium und Spurenelemente.

Pflanzung & Düngung

Tomaten sind Starkzehrer: Sie sollten das Beet vor der Pflanzung also mit kompostiertem Mist und Kompost düngen und diesen gut in den Boden einarbeiten. Wer dieses nicht zur Verfügung hat kann Hornmehl oder einen Tomatendünger in die Erde einarbeiten. Sehr ratsam ist es gleich bei der Pflanzung ein Kaliumdünger mit zu verwenden. Dieser fördert den Zellaufbau und einen besonders guten Geschmack der Früchte. Wer den Kalidünger (in der Gärtnerei Widmann erhältlich) bei der Pflanzung noch nicht mit eingearbeitet hat sollte dies spätestens bei der Bildung der ersten Blüten noch nachholen.

Ein weiter Pflanzabstand von mindestens 50 x 60 Zentimetern sichert die Durchlüftung. Gießen Sie die Tomaten gleich nach der Pflanzung kräftig an. In den folgenden Tagen sollten die jungen Pflänzchen kein Wasser erhalten (allerdings dürfen sie auch nicht schlappen), damit das Wurzelwachstum erneut angeregt wird. Damit die Tomaten-Pflänzchen einen besseren Stand haben, pflanzt man sie bis zum untersten Blattansatz ein, sodass der Wurzelballen 5 bis 15 Zentimeter mit Erde bedeckt ist. Dadurch bilden die Pflanzen am unteren Stängelteil zusätzliche Feinwurzeln und können mehr Nährstoffe aufnehmen.

Mischkultur

Entlang der Reihen von Tomaten können niedrige und wärmebedürftige Kräuter wie Basilikum gesetzt werden. Tomaten sind auch gute Nachbarn für andere Pflanzen: Man vermutet, dass der Geruch der Tomatenblätter Schädlinge vertreibt. Möhren, Radieschen, Spinat oder Kohl gedeihen prima in ihrer Nähe.

Nicht als Nachbarn zu empfehlen sind dagegen Kartoffeln, Erbsen und Fenchel. Gerade Kartoffeln sollten unbedingt gemieden werden, da der Pilzerreger der gefürchteten Kartoffelkrankheit Braunfäule darin überwintert und im Frühjahr die Tomatenpflanzen infiziert.

Pflege & Vorbeugen gegen Pilze

Neben dem Aufbinden hat sich vor allem das Ausgeizen der Tomaten, also das Entfernen der Triebe in den Blattachseln, bewährt. Mit dieser wichtigen Pflegemaßnahme während der Kulturdauer bringen die meisten Tomatensorten den höchsten Ertrag. Die aus den Blattachseln ständig neu herauswachsenden Geiztriebe müssen vom Jungpflanzen-stadium bis zur Ernte laufend ausgebrochen werden, sobald man sie entdeckt. Lässt man sie wachsen, produzieren die Pflanzen viel Blattmasse, aber kaum Früchte. Sie sollten die Triebe nur bei trockenem Wetter und am besten am Morgen mit der Hand ausgeizen.

Stabtomaten werden einstämmig gezogen und müssen deshalb regelmäßig ausgegeizt werden.

Cocktailtomaten können gut mehrtriebig gezogen werden, auch einige buschförmig wachsende Sorten brauchen nicht ausgegeizt werden. Und: Je enger die Pflanzen stehen, desto stärker muss ausgegeizt werden.

Im August kappt man die Triebspitze, damit keine neuen Blütenstände heranwachsen; deren Früchte würden ohnehin nicht mehr ausreifen. Alternativ kann man nur die neu wachsenden Blütenstände abschneiden, die Triebspitze jedoch schonen. Im Laufe der Kultur werden einzelne Blätter von unten beginnend gelb – das ist normal. Man schneidet sie ab, schont aber bis zum Schluss das gesunde Laub.

Um Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule zu verhindern – gilt es, die Tomatenpflanzen ausschließlich im Bodenbereich zu wässern und das Benetzen der Blätter zu vermeiden. Bringen Sie es mit der Gießkanne oder Brause direkt im Wurzelbereich aus. Da sich das Benetzen der unteren Blätter kaum vermeiden lässt, sollten Sie diese vorsorglich entfernen, sobald die Pflanzen kräftig genug sind. Auch ein regelmäßiger Schnitt der Tomaten verhindert, dass sich die Braunfäule ausbreitet.

Lagerung der Früchte

Die Lagerung der Früchte geschieht am besten bei 13 bis 18 °C und bei einer Luftfeuchte von 80 bis 95 Prozent. Im Gegensatz zu Blattgemüse ist die Tomate bis zu 14 Tage haltbar. Dabei verliert sie kaum wichtige Inhaltsstoffe. Fälschlicherweise bewahren viele Verbraucher sie im Kühlschrank auf, wo sie deutlich an Geschmack und Haltbarkeit verlieren.

Für alle Selbstversorger eine gute Tomatensaison.

Lasst UNS die Welt ein bisschen Grüner machen – Alexandra Widmann

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